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Liebe Leser*innen,

Ist Mobilität ein Grundrecht? Für Susanne Henckel, Geschäftsführerin vom VBB Verkehrsbund Berlin-Brandenburg ist es das. Denn wer nicht von A nach B kommt, kann nur eingeschränkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Moderne Städte der Zukunft erfordern nachhaltige Mobilitätskonzepte, die unser Klima schützen, es den Menschen ermöglichen, entspannt zur Arbeit zu kommen und den Unternehmen Gewissheit geben, nahtlose Lieferketten organisieren zu können. Welche Konzepte das sind, wollen wir mit Ihnen und spannenden Speaker*innen auf dem Berlin Urban Tech Summit 2020 diskutieren.

VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel wird auf dem Panel „Richtung Zukunft: Mobilitätskonzepte für die Stadt von Morgen“ sprechen. In der Diskussion wird es nicht nur um neue, durch die Rückkehr der Industrie in die Stadt entstandene Reibungspunkte im Zusammenspiel zwischen Wohn-, Arbeits- und Versorgungsmöglichkeiten gehen, sondern auch darum, wie und warum smarte urbane Produktion und umweltfreundliche Technologien eine entscheidende Rolle für die Zukunft unserer Städte spielen. Im Interview „3 Fragen, 3 Antworten“ erklärt sie schon vorab, was wir für eine echte Verkehrswende benötigen. 

In wenigen Wochen ist es soweit: Am 02. September findet der Berlin Urban Tech Summit 2020 statt! Neben vielseitigen Panels erwarten Sie inspirierende Best Practice Beispiele zum Thema innerstädtische Produktion sowie vielfältige Möglichkeiten, sich zu vernetzen. Als wichtigste Wirtschaftskonferenz der Stadt begrüßt Sie der Berlin Urban Tech Summit in diesem Jahr erstmalig als virtuelle Konferenz

Wir laden Sie herzlich dazu ein, mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik einen Blick in die Zukunft der urbanen Industrie und Mobilität zu werfen. Sprechen Sie mit uns über die Zukunft Berlins – hier geht’s zum Programm. Melden Sie sich jetzt zur kostenlosen Konferenz an!


Richtung Zukunft: Mobilitätskonzepte für die Stadt von Morgen // 2. September, 13.30 bis 14.30 Uhr

Das effiziente und nachhaltige Zusammenspiel von wachsenden Städten und zunehmender Mobilität ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Weltweit leben erstmals mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Auch die Industrie feiert ihre Renaissance in der Stadt. Damit die Stadt von Morgen für alle lebenswert bleibt, spielt innovative und nachhaltige Mobilität eine entscheidende Rolle. Zukunftsfähige urbane Wirtschaftsräume erfordern nachhaltige Mobilitätskonzepte – flexibel, sauber und platzsparend.

Von Elektromobilität und Carsharing über moderne Logistik- und Transportkonzepte bis hin zum Ausbau der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur: Um zukunftsweisende Konzepte zu etablieren, müssen wir heute handeln und die Weichen für morgen stellen.

Welche Wege zu einer neuen urbanen Mobilität sind wir bereit zu gehen? Wie funktioniert Mobilitätsmanagement im Ausgleich gewerblicher und privater Bedürfnisse? Und wie lassen sich zukünftige Infrastrukturen in urbanen Arealen mit einem hohen Anteil von Elektromobilität und erneuerbaren Energien idealerweise ausgestalten?

Antworten und Denkanstöße liefert das Panel „Richtung Zukunft: Mobilitätskonzepte für die Stadt von Morgen“, das von 13.30 – 14.30 Uhr stattfindet. Mit dabei sind Susanne Henckel (VBB), Timon Rupp (The Drivery), Prof. Dr. Barbara Lenz (Institut für Verkehrsforschung) und Jure Mikolčić (Stadler Pankow).


1. Was ist die größte Herausforderung für das urbane Mobilitätsmanagement der Zukunft?

Ganz aktuell: das Vertrauen der Menschen in den gut funktionierenden ÖPNV wiederherzustellen und die Verkehrswende erreichbar zu machen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass der ÖPNV ein wichtiger Grundbaustein der Gesellschaft ist. Auch wenn während der Krise sehr viel weniger Fahrgäste in den Bussen und Bahnen zu beobachten sind: Der ÖPNV fährt zuverlässig und wird gebraucht! Wir haben zurzeit den Eindruck, dass die Menschen den fast wie selbstverständlich funktionierenden ÖPNV wieder mehr schätzen und wahrnehmen.

Zudem zeigt sich: Weniger Autos auf den Straßen führten während des Lockdowns sofort zu einer Verbesserung der Luftqualität, zu weniger Lärm und mehr Platz für Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen. Auch wenn der Anlass kein schöner ist, ist er für mich ein Anstoß zum Hinterfragen und Neudenken. Wie sind wir unterwegs und wie wollen wir unterwegs sein? Wie bekommen wir mehr Sicherheit, Platz und Komfort in Busse und Bahnen? Wie finanzieren wir den selbstverständlich funktionierenden ÖPNV, der immer auch für die da ist, die während der Corona-Krise gar nicht zu Hause bleiben können? Verkehrswende und Corona-Krise, das schließt sich nicht aus: sauberere Luft, bessere Bus- und Bahnverbindungen, mehr und sichere Radwege. Das urbane Mobilitätsmanagement der Zukunft stärkt den Umweltverbund und macht uns alle umweltfreundlich mobil.


2. Der VBB verbindet nicht nur städtische, sondern auch ländliche Räume miteinander. Wie sieht für Sie eine nachhaltige Mobilitätsstrategie aus, um beide Räume in Zukunft noch besser miteinander zu verbinden?

Wir haben dann eine nachhaltige Mobilitätsstrategie implementiert, wenn ich zuerst an die Wahl des richtigen Verkehrsmittels denke. An einen Mobilitätsmix, die mir zur Verfügung steht und der zum Beispiel mit dem einfachen Fußweg beginnt. Mobilität ist ein Grundrecht! Die nachhaltige Verkehrsmittelwahl funktioniert aber eben nur dann, wenn sie mir den Weg ganz einfach macht und auch persönliche Vorteile bringt: Schnell von A nach B, komfortabel, regengeschützt, umweltfreundlich oder zur Stärkung der eigenen Fitness, die Vielfalt der Möglichkeiten entscheidet (und ja, das ist in manchen Fällen auch mal das Auto)! Dazu zählen im VBB der PlusBus, der den Takt der Schiene in Brandenburg auf die Straße bringt, gute Stadt-Umland-Verbindungen, Bahnhöfe als Mobilitätshubs, die Sharing-Anbieter und neue Konzepte mit dem „gewohnten“ ÖPNV zusammenbringen. Multimodalität ist auch für unser VBB-Land – und ich meine damit ausdrücklich nicht nur die Hauptstadtregion, sondern besonders auch ländliche Gebiete – das Ziel, um mehr Flexibilität mit mehr Nachhaltigkeit zu verbinden.


3. Wie können neue Mobilitätsstrategien die verschiedenen Bedürfnisse im urbanen Raum verbinden und den ÖPNV für die Zukunft gut aufstellen?

Für eine echte Verkehrswende benötigen wir deutlich mehr Kapazitäten auf der Schiene, in den Fahrzeugen und Bahnhöfen, aber auch eine smarte Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel. Angefangen bei Bus und Bahn, gehören natürlich Sharing-Angebote, Ridepooling und auch autonom fahrende Fahrzeuge dazu. Mit der richtigen Angebotsvielfalt kann sich jeder Fahrgast nach seinen Bedürfnissen für das richtige Verkehrsmittel entscheiden, umweltfreundlich natürlich! Dafür brauchen wir nachhaltige Investitionen ins ÖPNV-System genauso wie dessen Ausbau. Mit dem Infrastrukturprojekt i2030 haben wir uns da übrigens schon auf den Weg zu mehr Schiene für Berlin und Brandenburg gemacht: www.i2030.de



Das komplette Programm des Berlin Urban Tech Summit 2020 steht Ihnen ab sofort zur Verfügung. Hier können Sie sich kostenlos zur Veranstaltung und den einzelnen Sessions anmelden. 

Der Berlin Urban Tech Summit 2020 ist eine gebührenfreie Tagesveranstaltung und wird am 2. September 2020 online von 09.00 – 17.00 Uhr stattfinden.

Neben Chatfunktionen während der Panels und Sessions sowie einem „Meet the Speakers“-Format wird es für Gäste auch eine deutsch-englische Simultanübersetzung geben. 

Auf unseren Panels „Moderne Industrie im urbanen Raum“, „Nachhaltig intelligent: Urbane Energieversorgung der Zukunft“, „Richtung Zukunft: Mobilitätskonzepte für die Stadt von Morgen“, „Die Kraft des Ökosystems: Wie Kooperation Innovation befördert“ und „Smart City Projekte: Best Practice Cases aus internationalen Metropolen“ erwarten Sie ausgewählte Speaker*innen. 

Alle Infos zum Programm finden Sie auf unserer Website www.berlinurbantech.com.



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